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Doping

Generell ist das Risiko einer Verletzung beim Bodybuilding aufgrund der wenig dynamischen Ausführungen als gering zu bewerten. Als viel gefährlicher ist hingegen der Missbrauch an Körper durch Doping einzuschätzen. Dieses Phänomen verbreitet sich trotz der hinlänglich bekannter, für den Körper schädlichen Konsequenzen auch zunehmend im Bereich des Amateursports. Im Zentrum stehen dabei vorwiegend Mittel für einen schnelleren und grösseren Aufbau des Muskelgewebes. Bekannte Mittel wären Anabolika, Hormonpräparate und Mittel zur Entwässerung des Körpers (vor allem vor einem Wettkampf) und dergleichen. Grundsätzlich unterstehen solche Medikamente der Rezeptpflichtigkeit, doch der um sich greifende Schwarzmarkt und das Internet lassen diese Barriere zunehmend verschwinden. Im Bereich der professionellen Bodybuilder ist die zusätzliche Hilfe von Dopingmitteln unumgänglich, da sich diese weit ausserhalb der natürlich zu erreichenden Möglichkeiten liegen. Die zum Teil tödlichen Konsequenzen dieses Missbrauches zeigen sich meist erst über längere Zeit und reichen häufig von Herzkreislaufproblemen, Herzinfarkten, über Gehirnaneurysma bis zu psychischen Störungen wie Depression.

Andreas Münzer

Andreas Münzer, geboren in der Steiermark, Österreich, war ein bekannter Bodybuilder, der spätestens mit seinem Tod mit nur 31 Jahren für Schlagzeilen sorgte. Die Todesursache war das multiple Versagen seiner Organe aufgrund des langjährigen und massiven Missbrauchs mit leistungsfördernden Dopingmitteln. Als gelernter Handwerker eröffnete Münzer zusammen mit einem Freund ein Fitnessstudio, zog aber bald nach München um und arbeitete dort in einem Fitnesscenter. Trotz seiner exzessiven Einnahme von Doping konnte er keinen der wichtigsten Bodybuilderwettkämpfe in seiner Karriere gewinnen. Sein Training umfasste sechs bis acht Stunden, sechs Tage die Woche. Trotz seiner geringen Körpergrösse von 1,73 Metern wog er mehr als 100 Kilogramm. Neben seinem harten Training verfolgte er einen ebenso strikten Ernährungsplan, welcher sich je nach Phase und Wettkampf unterschied. Er war ein Schützling und gleichzeitig Angestellter von Albert Busek, welcher wiederum eng mit Arnold Schwarzenegger befreundet war.